Lautsprecherentwicklung bis heute…. Entwicklung oder Sackgasse?

Wenn der versierte Musikliebhaber seine modernen Lautsprecher im Ohr hat, eigentlich mit dem technischen und messbaren Kriterien und  Aspekten des Schallwandlers , also  Impulstreue, Schnelligkeit, Räumlichkeit, Belastbarkeit, Detailreichtum, um einige zu nennen, zufrieden ist und dann, zum Beispiel eine schöne alte IMF TML oder ein Hornsystem mir 38er Bass hört, um nur ein paar der alten Wandler zu beschreiben, stellt sich oft ein großer Frust ein.

Die modernen Wandler erscheinen kalt, leblos, irgendwie anstrengend und unnatürlich.

Wie kann das sein?

Es gibt so viel Grundlagenwissen über Akustk, also wie Schall gut umzusetzen ist, Kantenreflerxionen, verzögertes Abstrahlverhalten, punktförmige Schallquelle, Entkopplung, Dämpfung, Dämmung, 2 schnelle, kleine Bässe statt einem, bessere Magneten, schnellere Diaphragma-Materialien und Membran Materialien usw.

Und das Ergebnis ist:

 

Oft enttäuschend, da es das  Ziel, Musik im Wohnbereich gut und dem Original nahe, zu vermitteln, nicht erreicht.

Der größte Fehler ist, einer der Krankheiten  unserer Zeit folgend , der Glaube an Messwerte und daraus resultierende Verändrungen die technisch überzeugen, musikalisch nicht.

 

Apropo Musik.

Hat mit Rhytmik, Stimmigkeit, reichem Obertonspelktrum, Klangfarben, möglichst wenig Krach, guter( fürs Wohnzimmer geeignete ) räumlicher Abbildung, harmonischen Verzerrungen zu tun.

Idiotische 100 DB  statt für LPs und Cassetten üblichen 60-70, schon nahe am Krach heranreichende Geräuschspannungsabstände, Frequenzen ober und unterhalb des wichtigen Mitteltonbereiches, die zu viel zu schnell und zu aufdringlich auf den Hörer einwirken, statt es klingen zu lassen.

Ein Mitteltonbereich,bei  CDs  und noch schlimmer, neueren  reduzierteren Formaten, die da , wo unser Hirn hinter den Ohren in der Mitte richtig was drauf hat, deutliche Schwächen haben, durch Aufdringlichkeit und Überpräsens kompensiert, um es klarer auszudrücken.

Ein Bass, der der unsäglichen Aufnahmestümperei vieler neuerer Pressungen, viel Bass hilft viel, einen aufgeblähten Mittelbass und völligen Mangel echten Tiefbasses da dazu größere Gehäuse nötig wären, entgegensetzt, statt den Mist als das, was er aufnahmetechnisch ist, zu entlarven.

Eine angepasste Test und Lobhudel-Presse, die sich gegen Bargeld für nichts zu schade ist.

Der Mangel an Lautsprechermanufakturen, die dem Irrsinn der Fertigung in Asienländern, egal wie bescheiden das Ergebnis ist, etwas entgegensetzen. (Können )

Also eine Fertigungsindustrie, die Design, kurzfristigen Gewinn und Mass statt Klasse auf ihre Fahnen schreibt und:

 

Der bescheuerte Kunde, der alles mit sich machen lasst und als Mega Lemming brav zur Schlachtbank oder zum Abgrund hechelt.

 

Was bleibt dem Musikliebhaber:

Die Erkenntnis das, oft altes gut erhalten und oder restauriert mehr taugt, da es :

Mit Sachverstand, also hohem mechanischen, technischen und musikalischem  Aufwand gefertigt wurde. Damals eben noch Klang, Fertigungs und Marketingideen einflossen, und neben der Lust Geld zu verdienen der Stolz auf die Qualität des Produktes noch spürbar war und ist.

Vor allen die hochpreisigen schönen Klassiker alter Zeiten können heute locker mithalten und uns die Freude an der Musik erhalten helfen.

 

Darum geht es ja letztendlich.

 

One comment

  • Karl Kosmalla

    Hallo und Glückwunsch zu der tollen HiFi Seite.
    Ist mir bisher völlig durch gegangen und dabei sitze ich in Dortmund ja direkt nebenan.
    Ja lieber Herr Kruse Sie sprechen mir total aus der Seele. Naturgetreue Widergabe
    von Stimmen und Instrumenten (die oft schon aus dem Rechner kommen)
    ist heute wirlich nicht mehr gefragt. Und so sehen die Widergabegeräte dann auch aus.
    AV Reciever 7 Punkt X für Musikwidergabe mit 20 Sateliten und einem Superdupabasswoofer.
    Dummba dummba dummba Punktbass mit einen Haufen Sateliten aus 5€ Westra Chassis.
    Dazu jede Menge klangverbiegende Elektronik und schon ist das 360° Klangvergnügen fertig.
    Nur dumm das gute Musik bis heute in 2 Kanal Stereo abgemischt wird.
    Daher auch meine Devise, gute alte Schätzchen die früher mal unbezahlbar waren, wieder zu altem Glanz verhelfen.
    Bei den Amps bin ich inzwischen bei einen alten AU9500 Sansui und einem L525 Luxman gelandet.
    Habe schon einige alte Verstärker durch, alle nicht schlecht. Diese Beiden sind für mich mit das Beste was
    an bezahlbaren Vollverstärkern je gebaut wurde.
    Die Lautsprecher sind Focal Eigenumbauten mit den alten legendären gelben Kevlarchassis und einem orginal
    ESS ATM-1 Hochtöner.
    An der Weiche habe ich mit Hilfe von Boxsims lange rumgebastelt. Entschieden haben am Ende aber immer die Ohren.
    Trotzdem ist hier sicher noch einige Luft nach oben. Auch geht die Impendanz bei 150Hz bis auf 2,5 Ohm runter.
    Dem dicken Sansui juckt das warscheinlich nicht aber optimal ist es wohl auch nicht.
    Wenigstens hatte ich mal die Gelegenheit ein Paar Dynaudio C 2 im Vergleich zu hören. Dynaudio arbeitet bekanntlich ja auch mit überschaubaren Weichen. Wirklich sehr feine ausgewogene Lautsprecher, aber ich hätte sie wohl nicht gegen meine 4 Wege Monster getauscht. Wenn also jemand etwas Ahnung von Weichenentwicklung hat wäre ich für etwas Nachhilfe immer dankbar.
    Außerdem bin ich wie jeder HiFi Verückte jeder Zeit an einen netten Vergleich mit lecker Käffchen guter Musik und viel
    Gequatsche interessiert.
    Immer ein gutes Ohr!
    Euer
    Karl

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