Monthly Archives: März 2014

Der Wechsler-könig Telefunken W250

Telefunken W250

 

 

 

 

Grundsätzliches zum Erhalt der HIFI- Dinosaurier

Die Restauration und der Erhalt älterer HIFI Schätze ist uns eine Herzensangelegenheit.

Leider ist oft oft der Zustand nach jahrzehntelangem Gebrauch und unprofessionellem Reparaturversuchen, oft um schnelles Geld zu machen, erbärmlich.

Was tun?

Manchmal ist das schlachten zur Ersatzteilbeschaffung der einzige Weg, sinnvoll zu nutzen, was zu gebrauchen ist.

Für uns ist es schön, manche schrottigen Torsos in die Hände zu bekommen, um mit den Teilen daraus schwierigen Patienten wieder leben einzuhauchen.

Was passiert mit den raren Geräten, die optisch nicht mehr richtig schön hinzukriegen sind, aber technisch zu retten sind?

Bei recht gut erhaltenen Teilen ist es mit akzeptablem Aufwand machbar, alles wieder soweit herzurichten, dass man vom orginalgetreuen Zustand sprechen kann.

Dabei ist es technisch unserer Meinung nach nicht dumm, das nötige zu tun und den Rest auf später zu verschieben. Je mehr originale Teile spielen desto besser!

Von den totalen Neuaufbauten mit verschlimmbessernden Bauteilverwendungen möchten wir, wenn möglich, absehen.

Aber wenn mit Neulackierungen, der Verwendung von ähnlichen Knöpfen, Ausstattungsschmankerln, der Fertigung originalgetreuer Nachbauten ein schönes, dem original ähnliches, heute gut zu gebrauchendes Gerät entsteht:

Gut so!

Als Ausblick:

In der Kombination alter HIFI-Handwerkskunstwerke  mit neuen Techniken  sind noch viele interressante Gestaltungsöglichkeiten gegeben.

Denn was heute nicht mehr kostengerecht machbar ist, was früher Standart.

Warum diese Ressourcen nicht nutzen?

Es geht auch um eine Verbindung von alten und neuen technischen und Gestaltungsmöglichkeiten.

 

 

 

Sansui B-2102 und C-2102

Sansui B-2102

Sansui B-2102

Eine Klasse Kombi von Sansui mit der Vorstufe C-2102 und der Endstufe B-2102. Heute bestand mein tun mit Beleuchtungswechsel und Reinigungsarbeiten. Ist schon eine schmucke Schache mit satten klaren Sound. Hoffe das der Rainer auch ein fundiertes  Statement zu dieser Kombi abgibt.

Röhrenhype und Transistorliebe

Kurz als  Gesprächsgrundlage:

In den letzten jahren gibt es eine Wiedebelebung der Röhrentechnik

im großen Umfang.

Ich mag Röhrentechnik, nur muß sie wohl jeden digitalen Müll auf ein erträgliches

Maß weichspülen, damit wieder Musik zu hören ist-

Was hat das mit Fortschritt zu tun?

Was ich meine ist: Röhrenverstärker haben gravierende Einschränkungen in der

Verwendung mit nicht gutmütigen Lautsprechern, sind störanfällig, wenig langlebig

und sind nicht neutral in der Klangkarakteristik.

Guter Klang geht also gut mit Röhrentechnik.

Aber mit Transistortechnik und schwierigen Lautsprechern geht vieles, was

die Röhre nicht kann.

Wenn denn die Entwickler mal wieder hörbare Klangwunder und nicht

messtechnisch perfekte Klasngmonster entwickeln würden.

Viele Transistorgeräte aus den 70er bis den frühen 90er Jahren sind

klanglich wunderbar und können es auch mit Lautsprechern, die einen

niedrigeren Wirkungsgrad haben.

 

 

 

Warum ich Transmissionline Lautsprecher liebe

Da ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe, dadurch noch mehr Ls gehört und

mit HIFI Verrückten reichlich Austausch pflege, kann ich behaupten, viele

verschiedene Lautsprecher und die Konzepte derselben  zu kennen.

Warum liebe ich die TMLs immer noch?

Das Wort der naturgetreuen Wiedergabe schwirrt ja allen

Musikkonservenliebhabern durchs Gemüt. Die Direktheit und Wucht natürlicher

Klänge sind aber in den meisten Hörräumen nicht sinnvoll und mit Hörgenuss

verbunden. Sondern zu laut und zum entspannten hereinhören ins Musikgeschehen

ungeeignet.  Zuhause sitzt man doch lieber etwas weiter hinten.

Um ein komplexes Klanggeschehen körperhaft abbilden zu können, braucht es ein

Fundament. Und eine bildhafte und raumtiefe Abbildung des Klanggeschehens.

Recht natürliche Klangfarben und Verzerrungsarmut natürlich auch.

Eine etwas geringere Attake bei Tempi und Lautstärkewechseln ist eher von Vorteil,

da die Nachbarn, Mitbewohner und das gestresste Gemüt nach Erholung und

Erbauung streben.

Eine gute TMl liefert ein spürbares und dann gut durchhörbares Bassfundament,

da tiefe Frequenzen sehr gut abgebildet werden können.

In den mittleren Basslagen eher schlank, was konstruktionsbedingt so ist,bietet

sich eine raumtiefe, feinzeichnende Abstimmung an.

Und da sind auf einmal alle oben genannte Kriterien für nein schönes, anregendes

und nicht langweilig werdendes Klangerlebnis gegeben.

Als Allround-System daher für mich immer noch das Beste, was es gibt.

 

Anbei ein paar Gedanken zu technischen Eigenschaften und musikalischem Genuss.

Die bekanntesten großen TMLs werden ja im Bassbereich mit dem KEF 139b oder den IMF TDL Treibern 3021 GT1,2,3 betrieben, Chassis, die ja heute als veraltet und und messtechnisch eher  befriedigend gelten.

Dazu frage ich mich manchmal: Hören diese Leute oder messen sie nur und glauben dann was sie hören sollen und wollen??

Im leisem und mittleren Lautstärkebereich, also 95 % des Nutzungsbereichs, klingen die alten Dinger traumhaft.

Gequält fallen dann kleinere Mängel auf, ok, die sind aber wenig relevant!

Ich mag, egal worum es geht Karakter mit Ecken, also einen Wiedererkennungswert.

Genau so bei Mittelton-Lautsprechern.

Also beim Kef B-110 und dem TDL NS 130 in den verschiedenen Varianten. Die machen natürlchen Mittelton und klingen auch nach längeren Hörsitzungen gut! In der Tat sind sie weniger schnell und feinauflösend als manche Nachfolger.

Will sagen: Sie lösen ohrgerecht auf und machen Musik. Viele der neueren Mitteltöner, B&W, Gia Treiber als Nachfolger bei TDL eingebaut, begeistern kurz, fangen dann an zu nerven und sind eine musikalische Sackgasse.

Mehr ist halt manchmal weniger, was heutzutage eine blasphemische Aussage ist.

Zuviel Getöne kann also nerven, genug ist wunderbar, dennMusik hat was mit Stimmigkeit und Klang zu tun.

Zu den Hochtönern später mehr!